|
Informationen zum Haustier Katze
Die Katze als Stuben- oder Haustiger:
Viele Menschen sind von Katzen fasziniert
und eine Katze schnell angeschafft. Bevor
jedoch das böse Erwachen kommt, sollte
man sich Gedanken über einige Fakten
und Ansprüche von Katzen machen.
|
Sind alle Familienmitglieder
mit dem neuen Zuwachs einverstanden?
Haben Sie Familienmitglieder
die auf Tierhaare allergisch
reagieren?
Kann die Katze möglichst
gefahrlosen Freigang genießen?
Es gibt auch Rassen die
als Wohnungskatzen ein zufriedenes
Leben führen, in diesem
Fall ist es eventuell sinnvoll
zwei Katzen zu sich zu nehmen.
Katzen können in der
Regel problemlos 15 Jahre
und älter werden.
Sind sie bereit eine so
lange Verantwortung für
ein Tier zu übernehmen?
Wohin mit dem neuen Familienmitglied
bei Krankheit oder im Urlaub?
Seien sie darauf vorbereitet,
dass ihre Wohnung nie wieder
komplett frei von Haaren
sein wird, und dass sich
die Katze eventuell einmal
an einem guten Möbelstück
die Krallen wetzt –
davor schützt auch
der schönste Kratzbaum
nicht.
|
|
|
Auch Hundebesitzer können sich durchaus mit
dem Gedanken anfreunden, eine Katze ins Haus zu
nehmen, denn unzählige dicke Hund-Katze-Freundschaften
beweisen, dass die beiden Spezies alles andere als
"wie Katz und Maus" sind.
Abstammung
der Hauskatze
|
Über die Abstammung der Hauskatzen ist man sich bis
heute nicht einig. Einerseits ver- mutet
man, dass die Hauskatze von der Falb-
katze abstammt. Andere Untersuchungen
schließen auch die Rohrkatze als
Ahnen nicht aus. Zumindest ist die Abstammung
ägyp- tischer Hauskatzen von der
Rohrkatze sehr naheliegend. Untersuchungen
haben gezeigt, dass sich junge europäische
Wildkatzen nicht zähmen lassen,
Rohrkatzenjunge hingegen gewöhnen
sich recht leicht an die menschliche
Obhut. |
|
Frühgeschichtliche Funde
zeigen, dass Katzen lediglich in ägyptischen
Gegenden domestiziert waren. In Europa –
wie auch in Amerika – fehlen solche
archäologischen Hinweise. Erst die Möglichkeit
ferne Länder und Kontinente zu erkunden
verhalfen der Katze zu ihrem Siegeszug rund
um die Welt.
Wie
entstanden die unterschiedlichen Rassen?
|
|
Ein Grund für unterschiedliche Merkmale bei
ein und derselben Art sind bei jeder Spezies auftretende
Mutationen. Eine spontane Veränderung der genetischen
Merkmale kann positiv für den Fortbestand einer
Art sein, in diesem Fall wird sie weiter vererbt.
Negative Mutationen rottet die Natur gnadenlos aus.
Da Mutationen spontan auftreten können ist
es möglich, dass sich eine Art innerhalb sehr
kurzer Zeit verändert. Orientalische Rassekatzen
muten sehr fein und grazil an, sie besitzen ein
dünneres, feineres Fell als europäische
Rassekatzen. Die europäische Katze ist mit
ihrem dichten Fell besser gegen das unstete Klima
im Norden geschützt. Grundlage für unterschiedliche
Rassen bildet also die Evolution und daneben die
natürliche Auslese.
Natürlich
entstandene Rassen
Besonders in abgelegenen Regionen entwickelten
sich eigene Rassenschläge. Rassen wie die norwegische
Waldkatze oder die Japanische Bobtail sind bis heute
in ihrer ursprünglichen Heimat zu finden. Abhängig
ist die züchterische Weiterentwicklung einer
Rasse immer vom Menschen, mancher natürlicher
Rasse wird schlicht keine Bedeutung zugemessen.
Solche Katzen findet man auf keiner Ausstellung
– andererseits können sich diese Rassen
weiterhin ohne menschlichen Einfluss weiter entwickeln,
was nicht unbedingt ein Nachteil ist.
Künstlich
entstandene Rassen
Künstliche Katzenrassen entstanden und entstehen
durch menschliche, selektive Zuchtauswahl und durch
Kreuzung unterschiedlicher Rassen. Der Mensch züchtet
gezielt auf ihm angenehme äußerliche
oder charakterliche Eigenschaften – im Idealfall
beides. Eigenschaften die dem Wohlwollen des Menschen
entgegen kommen, bedeuten nicht immer ein Wohl für
die Katze. Bestes Beispiel ist die Perserkatze,
die durch ihre eingedrückte Nase ausgesprochen
schlecht Luft bekommt. Doch nicht immer ist was
gemeinhin als Qualzucht bezeichnet wird, tatsächlich
ausschließlich durch den Menschen erschaffen
worden. Die haarlose Sphynx-Katze ist durch eine
Mutation entstanden, in der Natur hätte ein
Wurf junger haarloser Katzen freilich nicht überlebt.
Der Mensch jedoch nahm sich dieser Tierchen an und
kreierte daraus eine neue Rasse.
Die
Domestikation der Katze
Die Katze begleitet die Menschen seit mehr als
9500 Jahren durchs Leben. Einst Mäuse- und
Rattenjäger ist sie heute für die meisten
Katzenbesitzer ein vollwertiges Familienmitglied.
Dennoch hat sich kein anderes Haustier seine Freiheit
so bewahrt wie die Katze. Vermutlich schloss sich
die Katze den vermehrt sesshaft werdenden Menschen
an, es fand wohl - ähnlich dem Hund - eine
gewisse Selbstdomestikation statt. In menschlicher
Nähe gab es Abfälle von denen sich die
Katze bequem ernähren konnte und es drohte
ihr dennoch keine Gefahr.