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Terrariumhaltung von Vogelspinnen oder Insekten
Seit jeher üben Spinnen
und Insekten einen ganz be sonderen Reiz auf
den Men schen aus. Fast immer ist esEkel,
gepaart mit dem Wunsch die Krabbeltiere zu
zerquetschen oder vor ihnen zu fliehen. Das
faszinierende Wesen der Gliederfüßer
erkennt wohl nur, wer sich genauer mit ihnen
beschäftigt. Es besteht eine unüberschau-
bare Artenvielfalt, sowohl bei den achtbeinigen
Spinnen als auch bei den sechsbeinigen Insekten.
Viele sind unauffällig und für uns
eher langweilig anzusehen, wieder andere bestechen
durch ihre wunder- schöne Farbenpracht.
Zwar ist es schon seit langer Zeit üblich,
Schmetterlinge aufzuspießen, um sich
an ihrem Anblick zu erfreuen, jedoch ist die
Haltung vderartiger Geschöpfe noch immer
eher unge- wöhnlich.
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Vogelspinne als Haustier:
Besonders Vogelspinnen haben seit einigen Jahren
mehr und mehr den Weg in deutsche Terrarien gefunden.
Ihre Haltung ist recht einfach, sie benötigen
es warm, aber nicht zu feucht. Außerdem mögen
sie Rindenmulch oder ähnliches als Untergrund,
einen oder mehrere Unterschlüpfe zum Verstecken
und natürlich geeignetes Futter, was aus Heimchen,
Heuschrecken und anderen Insekten bestehen kann.
Wenn die handgroße Spinne die Beute dann schnappt,
sie mit ihrem Gift erst einmal verdaut, bevor sie
sie aussaugt, kann einem allerdings doch eine Gänsehaut
über den Rücken laufen.
Zwar können große Vogelspinnen durchaus
Mäuse und Eidechsen töten, doch gehören
die in menschlicher Behausung eher nicht auf den
Speiseplan. Ob die Spinne erneut Nahrung braucht,
erkennt man vor allem an dem Hinterleib, der nach
der Fütterung rund und ausgedehnt ist, um dann
immer weiter einzufallen. Der Biss einer Vogelspinne
ist zwar auch für den Menschen schmerzhaft,
aber gefährlich wird es nur, wenn allergische
Reaktionen auftreten. Ein Streichelobjekt –
wie Hund oder Kaninchen – sind Vogelspinnen
aber sowieso nicht, auch wenn sie durch ihren behaarten
Körper sehr dazu verlocken.
Meistens sitzen die Spinnen tagsüber in ihren
Höhlen und kommen erst bei Dunkelheit heraus.
Sehen können sie, trotz der für Spinnen
typischen acht Augen, nicht sehr gut. Vogelspinnen
sind ausgesprochene Einzelgänger, weshalb man
auch nur ein Tier pro Terrarium halten sollte, denn
sonst kann es schnell passieren, dass plötzlich
nur noch eine Spinne in ihrer Höhle sitzt.
Denn besonders nach der Paarung fressen die Weibchen
ihre Ehemänner schon mal gerne auf, da sie
jetzt einen sehr hohen Eiweißbedarf haben.
Die Spinnseide benutzen die Tiere vorrangig für
den Bau des Kokons, in dem die Eier von der Mutterspinne
bewacht werden. Hier häuten die kleinen Spinnen
sich mehrmals, bevor ihre Mutter den Kokon öffnet.
Aber nicht nur dieses Schauspiel ist überaus
faszinierend, auch die Häutungen der Spinnen
sind sehr reizvoll anzusehen.
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Insekten als Haustiere:
Manch einer besitzt sogar
ein ganzes kleines Ameisenvolk
und erfreut sich feierabends durch Beobachtung
des regen Treibens rund um den Ameisenbau.
Dabei sind Insekten nicht nur ebenso interessant
wie Katzen oder Wellensittiche, sie sind zudem
auch viel genügsamer.
Die häufigsten im Wohnzimmer gehaltenen
Insekten sind vor allem die Stabschrecke,
Gottesanbeterin und das Wandelnde
Blatt, die es zur Freude ihrer Besitzer
in die deutschen Terrarien geschafft haben.
Kommen viele Stabschrecken mit Brombeersträuchern
als Nahrung aus, so fressen Gottesanbeterinnen
andere kleine Insekten. Dazu harrt das bis
zu 7,5 cm große Tier völlig bewegungslos
aus, bis sich die Beute nähert. Jetzt
schnellt die Gottesanbeterin mit ihren Fangbeinen
hervor und fängt ihr Opfer.
Eines haben die beliebten
Insekten nicht nur untereinander, sondern
auch mit den Vogelspinnen gemeinsam. Sie strahlen
durch ihre langsamen Bewegungen sehr viel
Ruhe aus und beruhigen dadurch auch den Betrachter.
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"Wandelnde Blätter" beispielsweise
verharren so starr auf Ästen oder dem Terrariumboden,
dass man sie auf den ersten Blick gar nicht von
wirklichem Laub unterscheiden kann. Wer sich allerdings
die anspruchslosen Insekten halten will, sollte
sich auch Gedanken über den Nachwuchs machen.
Denn sowohl Stab- als auch Gespenstschrecken können
sich auch durch Parthenogenese fortpflanzen. Das
bedeutet, dass keine Befruchtung durch ein männliches
Tier nötig ist, um Nachwuchs zu bekommen. Aber
vielleicht findet sich ja ein Spinnenbesitzer, der
die Insekten als Nahrung für seine Schützling
haben möchte.
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Bildquelle
"Gottesanbeterin":© Martina Stumpp
- Fotolia.com